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Dave Mustaine – Mustaine (Autobiografie)

“Hello Me… Meet the Real Me!”

Dave Mustaine:

  • Mastermind der Thrash Metal-Band “Megadeth”
  • Ex-Metallica-Mitglied
  • Genialer Rhythmus-Gitarrist
  • Sänger
  • Lead-Gitarrist
  • Kontroverse Heavy Metal-Persönlichkeit

Das sind die Punkte, die mir innerhalb von 10 Sekunden beim Denken an “Dave Mustaine” in den Kopf kamen. Dieser faszinierende Gitarrist hat vor etwa einer Woche seine Autobiografie namens “Mustaine” herausgebracht. Ich bestellte das Buch sofort vor, als ich hörte, dass “Mustaine” herauskommen sollte.

Im folgenden Beitrag werde ich als Medadeth-Fan und Dave Mustaine-Bewunderer “Mustaine” rezensieren.

Als ich das Buch erhielt, fiel mir zuerst der billige Einband dieses US-Imports auf. Schlägt man das Buch auf, erhält man einen kurzen Überblick über Dave Mustaines Leben – in typischer US-Promi-Sendung-Manier. Auf deutsch würde es wohl in etwa so lauten:

  • Arme, kurzlebige Kindheit? Abgehakt!
  • Missbräuchliche, alkoholabhängige Eltern? Abgehakt!
  • Hirnf***ende religöse Obszönität? Abgehakt!
  • Alkoholsucht, Drogensucht, Obdachlosigkeit? Abgehakt!
  • Seelenzerschmetternde berufliche und künstlerische Rückschläge? Abgehakt!
  • Entzug? Abgehakt – 17 mal!
  • Nahtoderfahrung? Abgehakt!

Diese Punkte verkörpern eine gelungene Inhaltsangabe des Buches. Dave Mustaine lebt(e) das Leben eines Rock-Star-Clichées: Sex, Drugs and Rock ‘n’ Roll.

Von Kindheit/Jugend im Schatten des Sektendaseins seiner Eltern, über seine kurze Zeit bei Metallica und die Gründung von Megadeth, über die ständigen Lineup-Wechsel und bandinterne Krisen, über Drogenexzesse, Orgien und Metal bis zu seiner “Wiedergeburt” als Christ, wird in “Mustaine” keine Station seines Lebens ausgelassen.

Es ist ein sehr unterhaltsames Buch und man möchte nicht aufhören zu lesen, woran natürlich auch die reißerische Aufmache des Inhaltsverzeichnisses als auch der “Kapitelüberischten” Schuld ist.

Zitat:

Kapitel 6 – Building the Perfect Beast: Megadeth

(Untertitel:) “Dude, if you want to be a great musician, you have to try heroin. You’ll see. It’s like being back in the womb”

Das Buch macht einen sehr aufrichtigen Eindruck und man hat das Gefühl, dass die Texte wirklich die Gedankenwelt des Dave Mustaine repräsentieren.

Kritik lässt sich vor allem in folgendem äußern:

“Mustaine” könnte eine Reportage aus “Blitz” oder “Taff” sein. So sehr liegt der Fokus auf allem Sensationsschaffenden: Sex, Drugs and Rock & Roll. Während Megadeth-Fans sich sicher noch mehr Einblicke in das Bandleben, den kreativen Geist Mustaines und die Schaffensprozesse der Alben und Tourneen, die ein unentbeerlicher Teil der Metal-Geschichte sind, gewünscht hätten, bekommt man leider viel zu viele Mainstream-Leser-fähige Geschichten vermittelt.

Es macht aber – wie gesagt – unheimlich viel Spaß zu lesen und ist für jeden Megadeth- und Metallica-Fan ein Must-Have – einfach, weil es Dave Mustaine geschrieben hat.

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2 Responses

  1. Eigentlich passt der Stil der Biographie doch zu ihm, denn Mustaine – kontrovers und abgehoben – das wäre mir als erstes eingefallen. Allerdings – neben Daves Fähigkeiten an der Rhythmusgitarre – muss ich gestehen, dass mir leider seine Stimme überhaupt nicht gefällt. Und muss man nicht auch noch hinzufügen, dass so geniale Lead-Gitarristen wie Marty Friedman oder Chris Broderick auch einen wichtigen Bestandteil der Megadeth-Songs ausmachen?

    Philipp24. August 2010 @ 13:18
  2. Seine Stimme ist echt gewöhnungsbedürftig. Ob sie mir gefällt oder nicht, kann ich nicht mal wirklich sagen. Für mich ist sie aber ein unentbehrlicher Teil Megadeths weil sie einfach einzigartig ist.

    Es stimmt, die jeweiligen Lead-Gitarristen sind und waren immer ein wichtiger Bestandteil der Megadeth-Songs. Meine persönlichen Lieblings-Megadeth-Gitarristen sind Chris Poland und Marty Friedman.



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